Einkommensteuer-Vorauszahlung 2026 fuer Freelancer erklaert

Wer als Freelancer regelmaessig Einkommen erzielt, zahlt die Einkommensteuer nicht erst am Jahresende. Das Finanzamt verlangt quartalsweise Vorauszahlungen. Dieser Artikel erklaert, wer betroffen ist, wann faellig wird und wie du den Betrag im Griff behaeltst.

Wann zahle ich Vorauszahlungen?

Die Pflicht zur ESt-Vorauszahlung greift, sobald die voraussichtliche Jahressteuer 400 Euro uebersteigt. Bei den meisten Solo-Freelancern ist das ab dem zweiten Jahr der Selbststaendigkeit der Fall.

Die vier Faelligkeiten 2026: 10. Maerz, 10. Juni, 10. September, 10. Dezember.

Wie hoch fallen die Vorauszahlungen aus?

Grundsaetzlich orientiert sich das Finanzamt am Steuerbescheid des Vorjahres. Hast du im Vorjahr 12.000 Euro ESt gezahlt, setzt das Finanzamt 4 Raten zu 3.000 Euro fest. Aenderungen kannst du formlos per Antrag auf Herabsetzung anstossen, wenn dein Einkommen einbricht.

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Was passiert bei zu niedrigen Vorauszahlungen?

Wenn dein Einkommen im laufenden Jahr stark steigt und du nicht aktiv eine Erhoehung beantragst, kommt im Folgejahr eine grosse Nachzahlung auf dich zu. Das ist der klassische "Freelancer-Schock" im zweiten oder dritten Jahr.

Daher: Steuer-Rueckstellung jeden Monat parken. Faustregel: 25 bis 35 Prozent vom Netto-Gewinn aufs Steuer-Konto.

Wie behaelt man den Ueberblick?

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Haeufige Fragen

Kann ich Vorauszahlungen herabsetzen lassen?

Ja. Formloser Antrag beim Finanzamt mit Begruendung (z.B. Einbruch der Auftragslage, Krankheit). In der Regel wird stattgegeben, wenn die Prognose plausibel ist.

Was, wenn ich zu viel gezahlt habe?

Du bekommst die Differenz mit dem naechsten Steuerbescheid zurueck. Zinsen gibt es darauf nicht.

Gilt das auch fuer Kleinunternehmer?

Die Kleinunternehmer-Regelung betrifft nur die Umsatzsteuer. Einkommensteuer-Vorauszahlung gilt unabhaengig davon.


Kein Steuerberater-Artikel. Im Zweifel beim Finanzamt oder Steuerberater nachfragen.